Inhaltsverzeichnis
6.1.2. Aufbau in Abhängigkeit von Gliederzahl und Eigentlichkeit

6.1.3. Eigentlichkeit begünstigende Faktoren

In der ersten Tabelle in Abschnitt 6.1.1. ist zu sehen, wie groß der Anteil von eigentlichen Getrieben und Übertragungsgetrieben an der Menge der allgemeinen MTen ist. Hier soll nun eine etwas detailliertere Untersuchung erfolgen. Ist der Anteil von eigentlichen und Übertragungsgetrieben in allen Kategorien, die sich Anhand der mit dem Front-End möglichen Einschränkungen bilden lassen, etwa gleich groß? Oder gibt es Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein MT eigentlich ist, signifikant erhöhen?

Die Untersuchung erfolgt anhand der 12-gliedrigen MTen. Laut Tabelle in 6.1.1. handelt es sich bei 72% dieser MTen um eigentliche Getriebe, davon 26% Übertragungsgetriebe. Das ist folglich auch der gewichtete Durchschnitt der Anteile in den einzelnen Kategorien.

Tabelle 8:
Wieviele der MTen, in denen das Glied mit den meisten Gelenken genau n Gelenke hat, sind eigentliche Getriebe bzw. Übertragungsgetriebe? (Die Anzahl der Gestellgelenke wird hier nicht als Gelenkzahl eines Gliedes einbezogen.)
n3456
eig. Getriebe88%75%54%33%
eig. Übertragungsgetriebe51%26%11%2%

Je größere Glieder ein MT also auf weist, um so unwahrscheinlicher handelt es sich bei ihm um ein eigentliches Getriebe. Noch extremer ist die Situation bei den Übertragungsgetrieben. Während mehr als die Hälfte der MTen, die nur aus zwei- und dreigelenkigen Gliedern bestehen, eigentliche Übertragungsgetriebe sind, sind dies bei den MTen mit sechsgelenkigen Gliedern nur 2%.

Die zweite Kategorisierung betrifft die Größe der enthaltenen AGn:

Tabelle 9:
Wieviele der MTen, in denen die größte AG genau n Glieder hat, sind eigentliche Getriebe bzw. eigentliche Übertragungsgetriebe?
n246810
eig. Getriebe40%58%71%98%100%
eig. Übertragungsgetriebe4%9%14%26%100%

Auch hier lässt sich wieder eine starke Abhängigkeit fest stellen. Je größere AGn ein MT enthält, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit für ihn, eigentliches Getriebe zu sein; ebenso die, Übertragungsgetriebe zu sein. Allerdings dürfte diese Tendenz zumindest zu einem Teil weniger auf die Größe der AGn zurückzuführen sein als auf ihre Anzahl. Denn MTen mit kleineren AGn besitzen derer im Durchschnitt auch mehr; und unter vielen AGn befinden sich eher zwei, deren Bewegung voneinander unabhängig ist.

6.2. Laufzeitmessung und Bewertung der Algorithmen